Geführtes Zeichnen im heilpädagogischen Kontext
Das "Geführte Zeichnen" wurde zwischen den 30er und 50er Jahren von Dr. Maria Hippius entwickelt. Diese Technik erwies sich schon früh als besonders geeignetes Verfahren zur Selbst-Begegnung und Selbst-Erfahrung von Kindern und Jugendlichen.
Sie erhalten über die sog. Urformen des "Geführten Zeichnens" die Möglichkeit, sich in einer Tiefe wahrzunehmen, an die sie sonst nicht ohne weiteres gelangen können. Diese Erfahrung an sich hat eine heilende und heranführende Wirkung. Schon die Benennung tief erfahrener Wirklichkeit öffnet dem Übenden einen neuen Erfahrungsraum. Im Auf-sich-wirken-lassen tritt der Zeichnende in Bezug zum Geschehen und im Dialog mit dem Pädagogen finden Reflexion und Bewusstwerdung statt.
Das "Geführte Zeichnen" wirkt unterstützend bei Kindern und Jugendlichen mit wenig Selbstvertrauen/Urvertrauen, bei Kindern, die sich nicht entspannen können und unter Ängsten leiden. Sie erfahren eine Ich-Stärkung und Gehalten-Sein, Konzentration und Genauigkeit werden gefördert und bieteen eine wesentliche Grundlage für die Zielarbeit z.B. einer Integrativen Lerntherapie.
Die Entspannungstechnik kann ab dem Jugendalter eingesetzt werden.