Ein Kind ist nicht ein Gefäß, das gefüllt - sondern ein Feuer,
das entzündet werden will (Francois Rabelaise)
- Einzelne Ziffern werden seitenverkehrt geschrieben, Zahlen werden verdreht oder lautgetreu geschrieben 20014 für 214)
- Zahlen, die sich in der Form ähnlich sind, werden verwechselt
- Keine Verknüpfung zwischen Zahl und Menge
- Keine Größenkontrolle: Das Kind hält 69 (wegen der 9) für mehr als 70. Es findet nichts dabei, wenn es bei einer Minus-Aufgabe eine größere Zahl als Ergebnis erhält.
- Keine Orientierung im Zahlenraum oder auf dem Zahlenstrahl
- Häufige Fehler bei der Zahlenzerlegung bis 10, z.B. 4 = 0+4, 1+3, 2+2, 1+1+2
- Die Zehnerüber- oder unterschreitung bereitet große Probleme
- Die Partnerzahlen bis zur 10 werden nicht beherrscht, z.B. 1/9, 2/8, 3/7 usw.
- Beim Vorwärts- und beim Rückwärtszählen werden Fehler gemacht
- Vorgänger und Nachfolger sind nicht bestimmbar
- Die Beherrschung von Stellenwerten und Zahlenaufbau macht große Probleme, z.B. 12/21, 34/43 werden oft verwechselt, oder merkwürdige Ergebnisse wie 5 + 40 = 90; 45 + 14 = 86
- Das Rechnen mit der Null führt zu Fehlern. Die Null wird mit "Nichts" gleichgesetzt. Die Bedeutung der Null als Platzhalter oder Leerstelle wird nicht verstanden, dementsprechend wird sie übergangen
- Rechenschwache Schüler sind nicht in der Lage, das Zehnersystem als Ordnungsprinzip zu erkennen und anzuwenden
- Kein Verständnis für den Aufbau der Zahleneigenschaften (gerade / ungerade; teilbar / nicht teilbar)
- Kann sich nicht vom Rechnen mit den Fingern lösen (Heimliches Rechnen mit den Fingern)
- Zählen statt Rechnen
- Kein Abschätzvermögen: Ein Überschlag ist nicht möglich (später "Runden")
- Besondere Schwierigkeiten bei so genannten Platzhalteraufgaben und Umkehraufgaben [ ] - 5 = 3
- Nach Berechnung von 7 + 8 muss die Aufgabe 7 + 9 erneut ausgezählt werden
- Kein Erkennen von Beziehungen, z.B. muss nach der Lösung von 6 + 3 die Aufgabe 3 + 6 neu gerechnet werden, bzw. die Antwort bei 30 + 6 kommt "wie aus der Pistole geschossen", aber 6 + 30 dauert sehr lange
- Analogiebildungen gelingen nicht (z.B. 4 + 5 -> 14 + 5 oder 4 + 5 -> 40 + 50)
- Vermeidet auffallend Minus- und Geteilt-Aufgaben
- Addition/Subtraktion werden fast ausschließlich durch Abzählen bewerkstelligt, häufiges Verrechnen "um eins" (z.B. 7 - 3 = 5; 4 + 5 = 8)
- Bei schriftlicher Addition, Subtraktion oder Multiplikation: Vergessen von Überträgen ("Eins" gemerkt)
- Bei Multiplikation: Falsche Reihenfolge oder falsches Untereinanderschreiben der Stellenwerte
- Bei Rechnen mit unterschiedlichen Größen oder Kommazahlen falsches Untereinanderschreiben der Stellenwerte
- Bei Division wird bei den Einern begonnen, Differenzen werden nicht berechnet, Stellen beim "Herunterholen" vergessen oder Reihenfolge der AblÃäufe nicht beachtet, so dass die Teilergebnisse nicht notiert werden
- Bei Subtraktion: Abziehen der kleineren von der größeren Zahl
- Häufiges Vertauschen der Rechenoperationen, z.B. 12 - 5 = 17, 10 - 10 = 20
- Kind zählt die Einmaleinsreihen immer wieder von "unten" hoch, unter anderem mit Hilfe der Finger
- Keine Sicherheit im Einmaleins trotz ständigem Üben
- Erkennt Multiplikation nicht als Mehrfach-Addition
- Probleme beim Sachrechnen, die nicht auf Mängel im sinnerfassenden Lesen zurückzuführen sind
- Bei langen Rechenwegen wird die Aufgabenstellung vergessen, Teilschritte werden nicht gerechnet oder der letzte Schritt zum Ergebnis vergessen.
- Der Umgang mit Zeitangaben macht besondere Schwierigkeiten. Es werden Stunden, Minuten, Sekunden verwechselt und die keine Vorstellungen von Wochen, Monaten, Jahren
- Große Schwierigkeiten, die Uhrzeit zu erlernen
- Große Schwierigkeiten beim Rechnen mit Größen und Maßen
- Räumliche Beziehungen werden nur recht unregelmäßig korrekt erfasst und benannt - sehr häufig wird rechts/links, oben/unten, hinten/vorn verwechselt
- Mühe, geometrische räumliche Anordnungen abzuzeichnen, zu "spiegeln" oder "drehen"
- Mangelnde Vorstellung räumlicher Begriffe und Bedeutungen, z.B. kleiner als, vermehren, verringern
- Strategien, die die Kinder bei mathematischen Problemen anwenden, erweisen sich als wenig hilfreich, sind umständlich, zeitaufwendig und verursachen neue Schwierigkeiten
- Das Verinnerlichen von Rechenoperationen gelingt schwer, so dass die Kinder auf Material und begleitendes Sprechen angewiesen sind und bleiben
- Das Fach Mathematik ist extrem angstbesetzt
- Beim Rechnen ermüdet das Kind schnell
- Die Rechenleistungen sind sehr unregelmäßiig, die Aufmerksamkeit schwankt stark, sobald das Kind mit Mathematik in Berührung kommt
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