Prävention
Die wichtigste Voraussetzung für das Erlernen von Lesen und Schreiben ist nicht die Intelligenz, sondern das Vorwissen: die phonologische Bewusstheit
Unter phonologischer Bewusstheit versteht man die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit auf die formalen Eigenschaften der gesprochenen Sprache zu lenken, z.B. auf den Klang der Wörter beim Reimen, auf Wörter als Teile von Sätzen, auf Silben als Teile von Wörtern und letztendlich vor allem auf die einzelnen Laute der gesprochenen Wörter.
Unter der phonologischen Bewusstheit im weiteren Sinne versteht man die Wahrnehmung der gröberen sprachlichen Einheiten wie Wörter im Satz und Silben in Wörtern, des Klangs der Wörter beim Reimen sowie das Erkennen von Silben. Ebenso zählt hierzu das genaue Zu- und Hinhören. Die phonologische Bewusstheit im engeren Sinne bezieht sich auf den bewussten Umgang mit den kleinsten Einheiten der gesprochenen Sprache, den Phonemen (Lauten). Hierbei handelt es sich um Lautumstellungen, Erkennen von Anfangslauten, Erfassen der Lautanzahl eines Wortes, Gliederung von Lautfolgen.
Trainingsprogramme werden sehr häufig im letzten Kindergartenjahr vor der Einschulung durchgeführt. Bei lese- und rechtschreibschwachen Kindern empfiehlt sich die (weitere) systematische Förderung in der Grundschule.
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